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 Stein – Zeit Skulpturen von Jo Klose

In einer Sonderausstellung im Sandsteinmuseum Bad Bentheim zeigt Jo Klose eine Auswahl von Skulpturen, die vorwiegend aus Hartstein gearbeitet sind. Die neue Ausstellung gewährt darüber hinaus einen Einblick in die Projektentwicklung seiner Skulpturen für den öffentlichen Raum mit Entwurfszeichnungen und Modellen aus den letzten Jahren. Die Ausstellungseröffnung findet statt am

Sonntag, 18. Juni 2017 um 11.00 Uhr.  

Als Stein – und Holzbildhauer, Maler und Graphiker ist der renommierte Künstler aus Nordhorn weit über die Region hinaus bekannt. Nach seiner Hinwendung zur Steinbildhauerei vor rund 40 Jahren hatte sich der Bildhauer zunächst mit der skulpturalen Gestaltung von Bentheimer Sandstein auseinandergesetzt, bis er 1982 bei der Bekanntschaft des namhaften dänischen Bildhauers Ole Christensen auf Bornholm mit dem Granit als Material in Berührung kam. So entstand in den neunziger Jahren neben dem Sandstein eine Werkgruppe aus Granit, Gabbro, Labrador, Diabas, Marmor und Anröchter Dolomit.

Der Bremer Kunstprofessor Jost Funke sagt zum skulpturalen Schaffen des Bildhauers: „ Jo Kloses Arbeiten vermitteln bereits auf den ersten Blick den Eindruck einer kompromisslosen Strenge, die in das bildnerische Denken des Bildhauers einweist. Klose belässt dem harten Naturmaterial seinen Eigenwert, dem er dann in einem Gestaltungsdialog seine schöpferische Umsetzung hinzufügt. Gelegentlich geht der Respekt des Künstlers vor dem gewachsenen Material auch so weit, dass er es unverändert in sein Werk integriert. Immer versteht er sich als der formende Gestalter, der sich von seinem Material zwar inspirieren aber nicht einengen lässt. Die Abstraktion, die hierbei geschieht, bleibt stets begreifbar.“

Mit der neuen Sonderausstellung bekundet Jo Klose in besonderer Weise seine Verbundenheit mit dem Sandsteinmuseum. Seit vielen Jahren bietet ihm das Bad Bentheimer Museum räumlich und thematisch ein Forum für seine Bildhauerkunst. Wie seine neue Ausstellung belegt, verwendet Jo Klose zwar unterschiedliche Materialien für seine bildhauerische Arbeit, aber der Bentheimer Sandstein ist für ihn ein Material, das ihn bis heute  immer wieder aufs Neue für seine künstlerische Gestaltung fasziniert.  Häufig setzte er ihn ein bei seiner Lehrtätigkeit an der VHS in Nordhorn. In den Jahren 1997 / 1998 zog Klose mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen seiner Seminare in den Gildehauser Steinbruch, um vor Ort mit Bentheimer Sandstein zu arbeiten.  Über zehn Jahre in Folge wurden die Arbeitsergebnisse aus seinen VHS - Seminaren im Sandsteinmuseum ausgestellt. Die Bildhauer /innen zeigten jeweils am Vortag  in einer offenen Werkstatt am Sandsteinmuseum das Arbeiten mit dem Bentheimer Sandstein. Es folgten mehrere Sommerakademien, ebenfalls im Außenbereich des Sandsteinmuseums.

Seit einigen Jahren leiten Jo und Jutta Klose die Sommerakademien für Bildhauerei am Kloster Frenswegen.  Eine große Zahl von Bildhauern und Bildhauerinnen konnte das Künstlerehepaar Klose begleiten, bis heute besuchen sie seine Akademien und Lehrgänge. Viele von ihnen zeigten ihre Arbeiten in den Sonderausstellungen des Sandsteinmuseums.

Eine große Würdigung des Bentheimer Sandstein stellt die Skulptur „Figura geologica“ dar, die Jo Klose im Jahr 2006 vor dem Sandsteinmuseum aufstellen ließ und die in ihrer souveränen und strengen Gestalt als Wächterin des „Bentheimer Goldes“ wahrgenommen wird.  Das Bildwerk „ Herrgott von Bentheim 2009“ überreichte Jo Klose  dem Sandsteinmuseum für die Dauerausstellung.

Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Künstlerehepaar Jo und Jutta Klose erwies sich für das Sandsteinmuseum Bad Bentheim als eine große Bereicherung. Sie vermittelten anspruchsvolle Skulpturen – Ausstellungen und öffneten damit das Sandsteinmuseum für die Bildhauerkunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen.     Die neue Ausstellung „Stein – Zeit“ ist vom 18. Juni bis zum 13. August 2017 im Sandsteinmuseum Bad Bentheim zu sehen

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Die Ausstellung

Arbeitswelt Steinbruch

- Abbau und Verwendung von Bentheimer Sandstein im 19. und 20. Jahrhundert -

wird weiterhin im Obergeschoss des Museums gezeigt